Queros

Indigene Nation „Queros“ mit Warmwasser und Strom versorgen und eigenständige Bildung fördern

Anfang 2017 hat der Verein auf Anregung von Yenny ein neues Projekt beschlossen, das in der Region Cuzco die indigene Nation der „Queros“ unterstützen soll. Es geht dabei einerseits um Technik, die die hygienischen Bedingungen verbessern soll, andererseits um Förderung der Bildung vor Ort. Dieses Projekt fügt sich wunderbar in die Tradition unserer Ziele ein. Die Queros sind in ihrer abgelegenen Region in vielerlei Hinsicht unterversorgt. Ökonomisch, gesundheitlich und kulturell liegen sie überall im Hintertreffen. Mit der geplanten Hilfeleistung wollen wir die hygienischen Verhältnisse bessern und dazu beitragen, daß sie den Stolz auf ihre eigene Kultur bewahren können.

Der technische Teil des Vorhabens besteht im Kern aus der Errichtung von Solaranlagen, mit denen Wasser erwärmt wird, damit die Leute warm duschen können und warmes Wasser in der Schulküche zur Verfügung steht. Zu diesem Zweck werden Solarpaneele installiert.

Im Projektgebiet gibt es bereits Schulgebäude. Unter anderem sollen die Nutzungsbedingungen durch den Einbau von Dachfenstern angenehmer gestaltet werden. In den Hochanden fällt die Temperatur bei Nacht auf Minusgrade, so kühlen Häuser entsprechend aus. Durch die zusätzlichen Fenster wird es im Innenraum heller und wegen der Sonneneinstrahlung auch wärmer. Photovoltaikmodule auf dem Dach des Schulgebäudes sorgen für Strom. Auf diesem Wege werden Lampen versorgt. Wenn die Schüler eine hellere Beleuchtung zur Verfügung haben, können sie leichter lernen und ihre Hausaufgaben erledigen. Außerdem können mit dem Strom Laptopa und Beamer für eine bessere Unterrichtsgestaltung genutzt werden. Für den zukünftigen Verlauf ist auch an eine Heizung gedacht. Hinsichtlich des Lehrstoffs handelt es sich um Schulen der Primarstufe. Natürlich werden die Kinder älter. Es wäre schön, wenn eines Tages die Sekundarstufe aufgebaut werden könnte.

Die Maßnahmen werden nicht nur von Mitgliedern unseres Vereins ausgedacht. Vielmehr arbeiten wir mit einer peruanischen Nichtregierungsorganisation zusammen, die schon reichlich Erfahrung mit ähnlichen Projekten hat. Es ist die „CADEP„, d.h. „Centro Andino de Educación y Promoción, José María Arguedas“.

cadep-logo

Gemeinsam haben wir einen Arbeits- und Finanzplan erstellt.  Zum Start sind ca. 17.000 € vorgesehen. Davon entfallen 10.000 auf den Verein, ca. 3.000 auf CADEP und ca. 4.000 auf die lokale Dorfgemeinschaft. Unser Freundeskreis kommt vor allem für das nötige Material auf, der Partner für Logistik und Bürokratie, die Einheimischen für Arbeitslöhne, die bei den handwerklichen Arbeiten anfallen.

Profitieren werden etwa 25 Familien von diesen Aktivitäten, also ca. 125 Personen. In deren Umfeld kommen noch schätzungsweise weitere 165 Personen dazu, macht in Summe 290.

Aktuell:

  • Informative und emotionale Präsentation der Queros-Projekt-Ergebnisse in der peruanischen Botschaft, Berlin 17.07.2019

    Der 11.7.2019, ist ein weiterer großer Tag für Ernesto und Fermin. Die beiden sympathischen Vertreter der Queros-Gemeinde, die vielen von uns von der Mitgliederversammlung her bekannt sind, präsentieren die Ergebnisse des Projekts mit dem sperrigen Namen „Aufbau einer Wissensbasis in der Gemeinde Quero-Totorani für Armutsbekämpfung, Anpassung an den Klimawandel und Stärkung der Rechte der Frauen durch Wissens und Erfahrungsaustausch“ im Sitz der peruanischen Botschaft in Berlin. Auf dem Programm steht zunächst die Begrüßung durch den peruanischen ...

  • Projekt Queros erhält Auszeichnung 30.04.2019

    Am 27. April 2019 erhielt das Projekt Queros eine Auszeichnung von der SEZ, der Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg. Wir durften im Rahmen der Messe „Fair Handeln“ das Dokument entgegennehmen. Dieser Ausflug bot auch Gelegenheit, andere Aktive kennenzulernen. Der Schwerpunkt bei den anderen Vereinen lag dieses Jahr auf Afrika. Südamerika war repräsentiert mit Aktivitäten in Costa Rica, Nicaragua, Bolivien, Paraguay und -weil wir zu den Geehrten zählten- Peru. Die SEZ hat in bewährter Manier für ...

  • Wissens- und Erfahrungstransfer in der Queros-Gemeinde Ccoluyo 11.11.2018

    Das Projekt hat 3 Hauptziele: Wissen über den Bau von Wohnhäusern mit gesundem Wohnklima Wissen über die Effekte des Klimawandels und der Anpassung der Lebensweise Wissen über die Rechte von Frauen in Familie und Gesellschaft Dadurch entsteht eine deutliche Verbesserung der Lebensumstände der andinen Queros-Gemeinde Ccoluyo durch Aufbau einer Wissensbasis (Leuchtturmcharakter) mittels des Transfers von Wissen und Erfahrung zur Reduzierung von Krankheiten, Erweiterung der Ernährungsvielfalt und Ernährungssicherung, Verbesserung des Wohnklimas und Verbesserung der Bauinfrastruktur und damit langfristige Reduzierung der ...

2 Comments

  • Reinhard Engelhart 25. August 2018 at 9:45

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Bei meiner Recherche bin ich mit großer Freude auf Ihre Webseite gestoßen. Ich bin seit vier Jahren mit den Queros verbunden und hatte dieses Jahr im Februar die Gelegenheit, auf Einladung von Victor Paucar sein Dorf und seine Familie zu besuchen.

    Es ist mir ein großes Anliegen, die Queros in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Im Februar 2019 werde ich wiederum für vier Wochen nach Peru fahren. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit, auch Ihre Projekte kennen zu lernen.

    Auf jeden Fall freue ich mich über eine Vernetzung und freu mich über Ihre Rückmeldung.
    Mit besten Grüßen,
    Dipl.Ing.Dr. Reinhard Engelhart

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    • peru 24. November 2018 at 12:20

      Guten Tag Herr Dr. Engelhart, bitte entschuldigen Sie die späte Reaktion auf Ihren Kommentar. Da in unserem „Kommentar-Ordner“ sehr viel SPAM landet, müssen wir immer erst die Spreu vom Weizen trennen, und das ist etwas mühsam – deshalb schieben wir dies immer wieder vor uns her…. Ich selbst war im August 2018 zum ersten Mal bei den Queros, ich freue mich, weitere Interessierte zu finden. Vermutlich wird unsere Projektbeauftragte, Yenny Ramerth, im Feb. 19 auch dort sein. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar – Sie können sich auch gern per e-mail oder Tel. bei uns melden. Herzliche Grüße Eugen Bruder

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