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Liebe Freundinnen und Freunde,

als Arbeitskreis “Illaryi“ (Morgendämmerung in Quechua) des Freundeskreises Peru Amazónico e.V. versuchen wir, eine z.Z. noch kleine Gruppe in Hamburg, das Spezielle Bildungszentrum Don José de San Martín in Cusco zu unterstützen. Wir haben die ehemalige Initiative „Deutsch-peruanischer Freundschafts- und Kulturkreis e.V.“ aus Köln aufgegriffen und suchen nun alte und neue UnterstützerInnen für die sozial und gesundheitlich besonders schutzbedürftigen Kinder und Jugendlichen der Schule. Während unseres Urlaubs in Cusco in Mai 2019 hatten wir die Gelegenheit das Zentrum zu besuchen.

Bei der Führung durch den Leiter Helmer del Pozo wurde der hohe Standard der pädagogischen und therapeutischen Ansätze deutlich. Was uns aber besonders beeindruckte war der herzliche Umgang zwischen allen Beteiligten. Sowohl zwischen dem Team und den Schülerinnen und Schülern als auch innerhalb des Teams.

Das Zentrum für besondere Grundbildung „Don José de San Martín“ ist eine staatliche Vor- und Grundschule, die im Jahr 1975 unter sehr ärmlichen Bedingungen gegründet wurde. Nach dem langjährigen Engagement der Lehrer und Eltern wurde 2015 ein modernes Schulgebäude vom peruanischen Bildungsministerium fertiggestellt. Theoretisch könnten bis zu 250 Schülerinnen und Schüler im Alter vom 3 bis maximal 20 Jahren mit unterschiedlichen Behinderungen ganztägig betreut werden. Allerdings lassen die vorhandenen Einrichtungen, Materialien und Betriebsmittel nur deutlich weniger Schülerinnen und Schüler zu.

Z.Z. kümmert sich die Bildungseinrichtung um ca. 190 Kinder mit geistigen Behinderungen, Cerebralparese und mit Autismus. Teilweise handelt es sich auch um die Kombination mehrerer Handicaps. Die Vermittlung von schulischen Kenntnissen und Fähigkeiten beginnt auf dem Niveau Kindergarten, Vorschule und reicht bis zum Abschluss der Primaria (Das entspricht in etwa der 6. Klasse in Deutschland). Die meisten Kinder und Jugendlichen stammen aus Bauerngemeinschaften und Siedlungen südlich des Huatanay-Flusses. 98% der dort wohnenden Menschen leben in ärmlichen Verhältnissen und einige leiden sogar unter starker Unterernährung.

Eltern von Kindern, die besonders weit entfernt wohnen, sind gezwungen in Cusco irgendwie unterzukommen, damit ihre Kinder dieses Zentrum besuchen können.

Unter dem Motto „Gemeinsam fürs Leben und fürs glücklich sein lernen“ sorgt das engagiertes Team von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen u.a. auch für körperliche Rehabilitation der SchülerInnen. Mit viel Geduld und Fachkenntnis erhalten die SchülerInnen eine qualitativ hochwertige, den Möglichkeiten angepasste, Allgemeinbildung, Förderung und z.T. auch eine Berufsvorbereitung. Freiwillige unter den Eltern und Verwandten übernehmen die Unterstützung während des Frühstückes und Mittagessens und dessen Zubereitung. Das grundlegende Ziel dieses Bildungszentrums ist der Aufbau einer inklusiven und solidarischen Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen und ohne Diskriminierung. Das gelingt innerhalb der Schule, aber außerhalb ist es noch weit bis zur Zielerreichung.

Beim Erlernen alltäglicher Tätigkeiten konnten wir aktuell in einer Musterwohnung mit der Bereitstellung eines dringend benötigten Kühlschrankes und eines Gasherdes weiterhelfen. Unser nächstes Ziel ist der nachhaltige Betrieb des hervorragend ausgestatteten Hydrotherapieraums. Die notwendigerweise großen Mengen des Wassers in den speziellen Wannen werden z.Z. – sofern die Mittel vorhanden sind mit Gas beheizt. Mangels der notwendigen Mittel kann die Schule diese sehr wichtige und für die Kinder sehr segensreiche Anlage leider nur begrenzt nutzen.

Die nachhaltige Lösung für die Hydrotherapie heißt thermische Solaranlage! Auf Empfehlung des “Centro Andino de Educación y Promoción Jose María Arguedas” (CADEP) konnten wir auch schon die Unterstützung des Ingenieurs Herrn Ronald Huallpayunca Jáuregui gewinnen, der zwischenzeitlich in Abstimmung mit der Schulleitung ein technisches Konzept erarbeitet und dies auch kostenseitig abgeschätzt hat. Dabei kam ein Spendenbedarf von ca. 5.000,-€ heraus.

Die Investition würde sich schon in ca. einem Jahr amortisieren bzw. zu langjährigen Gaseinsparungen führen und so auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Längerfristig ist auch daran gedacht örtlich getrennte andere Wärmenutzungen in Schulküche, Duschen und einer geplanten Wäscherei (für betreutes Arbeiten) mit Solarenergie zu betreiben.

Doch vorerst steht die Verbesserung der Hydrotherapie an. Dazu brauchen wir dringend eure/Ihre Spenden. Jede Einzelspende ist sehr willkommen und hilfreich. Für viele Aufgaben ist es allerdings vorteilhaft, wenn wir die Möglichkeit der Unterstützung planen können. Das funktioniert am besten, wenn es einen Grundstock von Daueraufträgen gibt.

Vielen Dank für Ihr /euer Interesse Mit herzlichen Grüßen

Martha und Peter Borstelmann

CADEP unterstützt uns schon bei unserem Projekt Queros: https://www.peru-amazonico.de/projekte/queros/
Spenden-Konto: Freundeskreis Perú Amazónico e.V. IBAN: DE34 6206 2215 0020 7630 00 Stichwort: Illariy + Adresse wenn Spendenbescheinigung gewünscht

 

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