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Unser im August letzten Jahres gestartetes Projekt konnten wir nun im Frühjahr diesen Jahres erstmals persönlich besuchen. Die Reise durch das ausgedehnte Projektgebiet in den drei Regionen Huánuco, San Martín und Ucayali ist zeitaufwendig. Aber es hat sich gelohnt! Der persönliche Eindruck vor Ort ist durch nichts zu ersetzen.

Projekt-Team in Tingo María

So konnten wir das engagierte und gut qualifizierte Projektteam kennenlernen, das der lokale, mit der Projektdurchführung betraute Verein DETEC, rekrutiert hat. Gut 20 junge, freundliche und hochmotivierte Mitarbeitende, die die technisch, soziale Beratung der fast 600 Projektfamilien in den 10 Provinzen übernehmen.

Wir konnten mit verschiedenen Bauerngruppen sprechen sowie einzelne Höfe besuchen und so die Sorgen, Nöte, Erwartungen aber auch die Dankbarkeit der Projektteilnehmenden wahrnehmen.

Der ‚Familien-Wald‘ von Jonás Espinoza

Wir trafen innovative, engagierte Landwirte mit starkem Bewusstsein für die Probleme, die die konventionelle Landwirtschaft für die Umwelt bedeuten und die Anforderungen die die empfindlichen Waldlandschaften bei der Bewirtschaftung mit sich bringen. Bauern die bereit sind neue Wege der ökologischen Landwirtschaft zu gehen und Umweltleistungen auf ihren Parzellen zu erbringen. Auch konnten wir mit potenziellen Partner-Organisationen persönlich sprechen, um die angestrebten Allianzen für eine nachhaltige Wirtschaft in den Waldlandschaften zu stärken.

Baumschule in Israel Ugarte

Wir haben auch einige der 23 dezentralen Baumschulen besucht. Die Produktion der mehr als 350.000 Waldbaum-Setzlinge einheimischer Sorten beginnt sukzessive, damit die Setzlinge bereit stehen, wenn die optimale Pflanzzeit erwartet wird. Sie sind die Basis für die Aufforstungsschritte und die Umstellung auf Agroforstsysteme, wodurch die CO2-Bindung erhöht werden wird.

Viel versprechen sich die Bauern von der Produktionsumstellung auf biologische Landwirtschaft, die gerade bei den aktuell stark gestiegenen Chemie- und Mineraldünger-Preisen ihre Vorteile voll ausspielen kann. Das Projekt wird die Produzenten mit technischer Beratung von der Betriebsplanung bis zu Vermarktung unterstützen. Die wichtigsten Erzeugnisse (Kaffee, Kakao) sollen im Rahmen von PGS (Partizipatives Garantie System) selbstzertifiziert werden. Bei der Vermarktung wird angestrebt durch erste Verarbeitungsschritte die Wertschöpfung beim Erzeuger zu erhöhen.

Alles in Allem haben wir den Eindruck gewonnen, dass das Projekt auf einem sehr guten Weg ist, die hochgesteckten Ziele zu erreichen. In diesem Eindruck bestärkt uns die vorgefundene Dynamik.

KMH

Unser peruanischer Projektträger DETEC hat einige Videos erstellt, die die Probleme der Projekt-Regionen darstellen und die Lösungsansätze aufzeigen:

Raum Bellavista, San Martín

Raum Campo Verde, Ucayali

Auf INSTAGRAMM, finden sich unter dem #APFSInforma zahlreiche weitere Berichte zu den Entwicklungen unseres Projekts: Allianz für Nachhaltige Waldlandschaften!

Zu den Projektseiten: