Vision

Projektarbeit

Es hat sich was getan. Der Beirat konnte erfolgreich reaktiviert werden. Somit ist es nun möglich, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen. Aber nicht nur das. Das wichtigste Ergebnis war, daß die Menge, aber auch die Qualität der fachlichen Diskussionen zugenommen hat. Somit ist es möglich, Projekte besser anzugehen und im Sinne der Nachhaltigkeit auch besser zu untermauern. Dazu kommen die vielen allgemeinen entwicklungspolitischen Diskussionen, die ein gesunder Verein braucht, um wirklich etwas zu bewirken.

Aber nicht nur der Ausschuss ist hier gefordert. Die jährlichen Mitgliedertreffen haben sich längst zu einer Einrichtung auch für Nichtmitglieder aber Peru- bzw. Entwicklungsbegeisterte entwickelt. Das läßt hoffen.

Leishmaniose-Projekt

Wir wollen versuchen, im Bereich der Früherkennung vermehrt aktiv zu werden. Hierzu sollen in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Cusco entsprechende Ausbildungsmaterialien erstellt werden, möglicherweise mit Hilfe des Roten Kreuzes in Stuttgart. Uns ist klar, daß wir die Krankheit nicht beseitigen können, wir können nur die (menschlichen) Auswirkungen von Leishmaniose lindern. Denn die Krankheit heißt nicht Leishmaniose, sondern Armut verbunden mit Unterversorgung und Ausbeutung.

Seit 2012 ist der Preis von Glucantime auch enorm gestiegen, sodass unser Lieferant, das DIFÄM in Tübingen, uns geraten hat, nach anderen, evtl. günstigeren Quellen zu suchen.

Landwirtschaftliche Projekte

“cero deforestación” bei Tingo Maria und Pucallpa

Seit Anfang 2013 läuft dieses Regenwaldschutzprojekt in 20 Dörfern mit ca. 200 Bauernfamilien – siehe ausführliche Informationen unter “Projekte”.   Dieses Projekt ist mit Abstand unser umfangreichstes bisher, zeitlich und finanziell, aber ein Regenwaldschutzprojekt macht nur Sinn, wenn es auch einen gewissen Umfang hat.  Wesentliche Elemente des Projekts sind Dauerkulturen und Wiederaufforstung, die eine gewisse Zeit für ihr Wachstum brauchen, daher die lange Laufzeit.

Auch nach offiziellem Projektende (Dez. 2016) arbeiten die Bauern noch mit den Krediten aus dem Rotationsfonds. Das Projekt soll auch als Modell dienen für weitere Regenwaldschutzprojekte.

Fusevi

Die Projektarbeit in Fusevi befindet sich seit längerem auf einem niedrigen Niveau. Vielleicht ergeben sich in Folge des Projekts “cero deforestación” neue Ansätze. Außerdem veranstaltet uns Partner Raul Tello fast jedes Jahr einen Jungbauernkongress auf seiner ökologischen Experimentierstation “Kuka”.

Huamancoto bei Tingo Maria

Dieses Projekt aus dem Jahr 2002 ist ein Netzwerkprojekt, welches als Multiplikator für andere Gebiete fungiert. Besonders mustergültig sind die Agroforstpflanzungen von Santiago Nazario mit Kakao, Bananen, Zitrus- und anderen Frucht- und auch Waldbäumen. Für das seit Anfang 2013 laufende Großprojekt “cero deforestación” dienen seine Felder quasi als “Blaupause”.

Montevideo

Aufbauend auf den guten Erfahrungen aus den alten Projekten möchten wir auch hier Nachhaltigkeit erzielen. Dies bezieht sich vor allen Dingen auf Methoden der nachhaltigen Landwirtschaft im Urwald.  Montevideo stellt einen Sonderfall dar, da es hier sehr stark um Viehzucht geht. Agroforst heißt hier, Bäume mit Weideland zu kombinieren. Auch die Weiden selbst sollen durch neue Grassorten und Einteilung in Wechselparzellen in ihrer Ertragskraft gesteigert werden.

Auf Basis der Rinderhaltung hat sich im Dorf eine Infrastruktur entwickelt. Es gibt eine Käserei, die Käse, Joghurt und “Manjar blanco” produziert. Außerdem verfügt der Ort über eine Schreinerwerkstatt. 2008 entstand dann zur Versorgung der Haushalte und der genannten Betriebe ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Nennleistung von 40 KW. Leider ist es im Sommer 2013 durch Schäden am Verteilungsnetz und am Generator ausgefallen. Die Wiederherstellung ist seit 2014 bereits in Angriff genommen.