Selbstverständnis

Selbstverständnis des Freundeskreises Peru Amazonico e.V.

Hilfe zur Selbsthilfe als Leitlinie

Oberstes Prinzip unserer Zusammenarbeit ist, daß die Projekte von Partnern in Peru angeregt und durchgeführt werden. Um keine dauerhaften Abhängigkeiten entstehen zu lassen, kommen nur Projekte in Frage, die sich nach einer gewissen Anlaufphase selbstständig in Peru organisieren und finanzieren lassen. Die Projektleitung liegt grundsätzlich in peruanischen Händen. Unsere Leistung beschränkt sich auf:

  •  konstruktive Beratung (soweit wir den Sachverstand haben)
  •  Vermittlung von Informationen
  •  Beschaffung von Geldern für die Anschubfinanzierung

Projekte sind erstrangig mit Zielen in Peru verbunden

In unseren Projekten verfolgen wir keine außenpolitischen oder für uns finanziell verwertbaren Interessen. Uns bewegen die Lebenslagen der Menschen in Peru (weil wir dahin menschliche Beziehungen unterhalten) im besonderen. Auf Grund der menschlichen Beziehungen nach Peru sehen wir auch die Folgen der globalen Wirtschaftsteilung. Zwar läßt es sich nicht vermeiden, daß auch wir durch unseren täglichen Konsum davon profitieren, aber wir sind uns dessen bewußt. Daher versuchen wir die Infrastruktur in Peru zu stärken, damit sie nicht noch mehr in die Abhängigkeit von finanzstarken Staaten kommen.

Internationale Verflechtungen

Wir sehen unsere Arbeit auf Basis der Agenda21 (beschlossen auf dem Gipfel in Rio, und unterzeichnet durch die Bundesregierung). Daher setzen wir uns innerhalb der LA21 (lokale Agenda 21) für Eine-Welt-Themen ein. Durch unsere Arbeit wollen wir aufzeigen, daß das Arbeiten an weltweit gerechteren Strukturen auch in unserem Interesse liegt.

Des weiteren versuchen wir auf der Basis des Klimabündnisses, unsere Arbeit bekannt zu machen. Dabei wollen wir auf die kurz-, mittel- und langfristigen Wechselwirkungen zwischen

  • unserem Verhalten als Verbraucher wie z.B. durch maßlosen Papierverbrauch, oder dem Wunsch Gold möglichst billig zu erwerben, ohne auf die Bedingungen und Folgen der Gewinnung zu achten,
  • unserer Industriepolitik und deren weltweiten Klimafolgen (z.B. Abholzungsprogramme im Regenwald; Export von Dreckschleudern und Giftproduzenten in die sogenannten Billiglohnländer, die zudem keine Umweltauflagen besitzen oder erfüllen müssen, aufmerksam machen.

Ehrenamtlichkeit

Der Verein wird ehrenamtlich geführt.

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Aus Anlaß des 25-jährigen Jubiläums wurde eine Chronik erstellt.

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