Schlechte Noten für
Standort Deutschland
So titelte die
Stuttgarter Zeitung am 2. Mai einen Artikel im Wirtschaftsteil einen Artikel.
Was war passiert?
Deutschland war im
globalen Vergleich bezüglich Wettbewerbsfähigkeit vom 12ten Platz im Jahr 2001
auf den 15ten Platz im Jahr 2002 zurückgefallen. Die Studie wurde vom
Internationalen Institut für Managemententwicklung (IMD) in Lausanne erstellt.
Die Gründe für diese
schlechte Platzierung lagen vor allen Dingen an der Beurteilung folgender
Punkte:
-
mangelnde Anreize
für Arbeitslose sich wieder eine Beschäftigung zu suchen (letzter Platz bei den
Arbeitslosengesetzen)
-
schlechte
Rahmenbedingungen im Bereich Kündigungsschutz
-
die hohen
Versicherungsbeiträge (Arbeitgeberanteile) für die Sozialversicherungen
-
die mangelhafte
Einwanderungspolitik für Experten
-
der Ingenieur und
Fachkräftemangel
-
schlechtes
Bildungssystem
-
mangelnde
Bereitschaft und Flexibilität der Deutschen sich auf Ideen von außen
einzulassen.
Positiv wurde dagegen das
Gesundheitssystem und die gute Infrastruktur (zum Transport der Güter), die
effektive Wettbewerbspolitik, das Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen, die gute
Urheberrechtssituation und die gute Finanzierungsmöglichkeiten über den
Aktienhandels hervorgehoben.
Was also tun, um besser
zu werden, denn nur so bleiben wir Gewinner der Globalisierung.
Als oberste Aufgabe
sollte gelten, Kapital und Staat weiter zu trennen und den Außenhandel zu
stärken. Denn dann lassen sich geringere Löhne und geringere Leistungen für die
Sozialsysteme im Inland realsieren. Das
steigert auch die Motivation zu arbeiten. Der Staat sollte dann auch noch die
anderen Schranken lockern, um mehr Wettbewerb und noch mehr Kapitalfluß zu
ermöglichen. Wenn er dann noch den Anteil der Unternehmens- und Kapitalsteuern
von derzeit knapp 20 Prozent am Gesamtetat des Bundesdeutschen Haushaltes
senken würde, dann macht es auch nichts mehr aus, wenn das Bildungssystem und
das soziale Umfeld weiter herunterkommt, denn dann holt man sich eben die
Experten oder verlagert den Betrieb ins Ausland zu den Experten. Kapital ist ja
nicht an Nationalstaaten gebunden. Der Nationalstaat aber hat die
Rahmenbedingungen für das Kapital zu schaffen, um es am Ort zu halten zum Wohle
der dort lebenden Menschen denn die bezahlen ihn ja dafür mit ihren Steuern.