Freundeskreis
Peru Amazonico e.V. Am Ziegelacker 18, 74199 Unterheinriet
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07130/8618, Fax 9381, E-mail: eugen.bruder@t-online.de
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Beilstein
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Homepage:
www.peru-amazonico.de
Jahresbericht 2001
Ökoanbau im Regenwald
In diesem
Jahr konnte das Projekt PAVIS III (Promoción de la Agricultura Ecológica por la
Vida de la Selva = Verbreitung der ökologischen Landwirtschaft für das Leben im
Wald) erfolgreich zu Ende geführt werden. In Santa Elvita wurde eine motorbetriebene Zuckerrohrquetsche installiert und in Simon Bolivar eine von Pferden betriebene. Der Abfall aus der
Zuckerrohrverarbeitung dient als Viehfutter für 7 Milchkühe, weitere 4 Kühe bekamen die Bauern im Dorf Antonio
Raimondi, ebenfalls auf Kreditbasis.
Ein Teil der Kühe hat inzwischen gekalbt - die Kälber bekommen andere
Bauern (als Rückzahlung des Kredits).
Auf
der Insel Ega im Rio Ucayali wurden
die restlichen 9 ha Kokos und Camu Camu (Strauch mit
Vitamin-C-haltigen Früchten) und weitere Fruchtbäume und Edelhölzer gepflanzt,
was wegen der Überschwemmung letztes Jahr nicht mehr möglich war. Leider haben
von der letztjährigen Anpflanzung auf manchen Feldern nur etwa die Hälfte der
jungen Pflanzen die Überschwemmung überlebt. Die Bauern sind aber entschlossen,
weiter nach Lösungen zu suchen (Verpflanzen auf Gestelle während der
Überschwemmung). In Pucallpa hat FUSEVI ein bäuerliches Schulungszentrum
gebaut - im 1.Stock konnte FUSEVI durch Unterstützung der Deutschen Botschaft
in Lima Büros einrichten. Das Projekt insgesamt konnte realisiert werden
aufgrund der Unterstützung durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit) und zahlreicher Einzelspenden.
Eine
Bereicherung der gegenseitigen Beziehungen war unser Projektbesuch im Rahmen der
privaten Peru-Reise einer 14-köpfigen Gruppe. Die Bewohner von Nuevo Belen
bereiteten uns einen herzlichen Empfang mit Mittagessen, Musik und Tanz. Eugen
und Angelika Bruder waren außerdem bei der Einweihung des Zentrums von FUSEVI
dabei; diese war verbunden mit einer großen Pressekonferenz, bei der einige
Reporter sogar aus Lima angereist waren.
Käse- und Joghurtherstellung
in Montevideo bei Tingo Maria
Auf
Initiative unseres Mitglieds Bruno Kählig und mit Unterstützung der KAB
Iller-Donau waren der technische Berater des Projekts, Wilmer Soria und der
bisherige Präsident der Dorfkäserei Montevideo für 6 Monate in Deutschland, um
nach einem Deutschkurs in verschiedenen Käsereien im Allgäu die Herstellung von
reifem Käse (Tilsiter, Emmentaler etc.) in der Praxis zu erlernen. In mehreren
Veranstaltungen im Raum Heilbronn und an der Universität Stuttgart-Hohenheim
berichteten sie von ihren Erfahrungen und Plänen. Für diese Käsearten wollen
sie einen Reifekeller bauen; geplant
ist auch die Nutzung der Wasserkraft zur Stromgewinnung.
Herstellung von
Ergänzungsnahrung vor allem für Kinder
In
Tingo Maria hat sich in Zusammenarbeit mit der Agrar-Universität (Fakultät für
Nahrungsmitteltech-nologie) ein "Hilfs-Komitee zugunsten der
Ernährung" (Pro Alimenatción) gegründet und begonnen, aus Reststoffen der
Nahrungsverarbeitung und anderem Material (Reis- u. Bananenmehl, Bohnen,
Kakaopulver, Kürbiskernmehl, Maca und Kiwicha, getrocknete Möhren, Yucablätter
etc. eine Zusatznahrung herzustellen. Bis auf Kiwicha und Maca, das aus den
Anden kommt. stammen alle Produkte aus der Zone und bieten den Bauern ein
zusätzliches Einkommen. Zum Einsatz kommt diese Ergänzungsnahrung insbesonders
in Kinderspeisung (comedores infantiles) und im städtischen Waisenhaus. Wir
haben das Projekt mit einer Anschubfinanzierung von 2.000 Dollar unterstützt.
Bekämpfung der Leishmaniose
(weiße Lepra)
Neben
der Lieferung von Glucantime zur Bekämpfung der Leishmaniose über Reisende (ca. 4.000
Ampullen im Wert von knapp DM 8.000,-) konnten wir auch 5.000 Ampullen von
Spanien aus nach Peru schicken. Des weiteren konnten wir den Druck von 20.000
Faltblättern für eine rechtzeitige Aufklärung der betroffenen Bevölkerung
finanzieren. Beim Besuch unserer Reisegruppe im Hospital Antonio Lorena in Cusco
konnten wir uns von dem konsequenten Einsatz von Schwester Maria Teresa Ruiz
für die Leishmaniosekranken überzeugen.
Allen
Spendern ein herzliches "muchas gracias" und ein friedvolles,
gesundes 2002