Visionen des Vorstandes

Was soll / könnte sich in Zukunft tun?

Projektarbeit

Es hat sich was getan. Der Beirat konnte in den letzten beiden Jahren erfolgreich reaktiviert werden. Somit ist es nun möglich die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen. Aber nicht nur das. Das wichtigste Ergebnis war, daß die Menge aber auch die Qualität der fachlichen Diskussionen zugenommen hat. Somit ist es möglich Projekte besser anzugehen und im Sinne der Nachhaltigkeit auch besser zu untermauern. Dazu kommen die vielen allgemeinen entwicklungspolitischen Diskussionen, die ein gesunder Verein braucht, um wirklich etwas zu bewirken.

Aber nicht nur der Ausschuß ist hier gefordert. Die jährlichen Mitgliedertreffen haben sich längst zu einer Einrichtung auch für Nichtmitglieder aber Peru bzw. Entwicklungsbegeisterte entwickelt. Das läßt hoffen.

Leishmaniose-Projekt

Wir wollen versuchen im Bereich der Früherkennung vermehrt aktiv zu werden. Hierzu soll in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Cusco entsprechende Ausbildungsmaterialien erstellt werden. Nach unseren ersten Materialien haben wir feststellen müssen, daß profitgierige Ärzte kein Interesse an kostenlosen "Heilungs"methoden haben und daher nicht als Multiplikatoren gewonnen werden können. Das Material ist in deren "Praxen" einfach nicht verteilt worden. So hat man sich auf die Verteilung über die Betroffenen selbst beschränken müssen. Das aber erfordert ein Umdenken auch in der Zusammenstellung der Materialien. Wir werden daher unterschiedliche Materialien zusammenstellen müssen, das dem jeweiligen Personenkreis angepaßt werden kann.

Wie immer sind wir noch auf der Suche nach entsprechenden Geldern und Sponsoren, denn leider läßt sich mit den Ärmsten der Armen kein Geschäft machen. Daher hoffen wir auch nicht auf entsprechende Unterstützung des peruanischen Staates. Hier hat sich leider auch nach dem Abgang von Fujimori nicht viel verändert.

Uns ist klar, daß wir die Krankheit nicht beseitigen können, wir können nur die (menschlichen) Auswirkungen von Leishmaniose lindern. Denn die Krankheit heißt nicht Leishmaniose sondern Armut verbunden mit Unterversorgung und Ausbeutung (des Kapitals).

Was in Zukunft unsere Arbeit gegen die Leishmaniose auch beeinträchtigen wird ist der teilweise dramatische Anstieg von Aids. Da aber oftmals Adis und Leishmaniose zusammen auftreten, muß man überlegen ob wir hier im Bereich der Vorbeugung auch das Thema Aids problematisieren müssen. Eine Aidsbekämpfung werden wir nicht schaffen. Hier sind größere Organisationen und/oder aber auch der Staat Peru gefordert. Nichts desto trotz Aids verbreitet durch Armutsprostitution und Leishmaniose vornehmlich verursacht durch die Profitgier der reichen Nationen (wobei diese (wir) die Begleiterscheinungen wissentlich in Kauf nehmen).

Landwirtschaftliche Projekte

Fusevi


Die Projektarbeit in Fusevi befindet sich gegenwärtig auf einem niedrigen Niveau. Im Moment wird überlegt, wie man in den Dörfern die Nachhaltigkeit verbessern kann. Außerdem hilft Fusevi auch in anderen Projekten mit und wirkt somit als Multiplikator.

Es sind aber noch weitere Projekte im Gespräch, die vor allen Dingen die Verfestigung der Nachhaltigkeit zum Ziel haben.

In Zukunft wollen wir die Projektarbeit auch wieder etwas mehr personalisieren indem wir bestimmte Dörfer die sich noch nicht als Vorzeigedörfer eignen etwas in den Vordergrund unserer Hilfe stellen. Auch wollen wir versuchen Maßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur mit sozialen Maßnahmen zu koppeln. Hier denken wir vor allen Dingen an die Frauen und deren Stellung und an die Förderung des friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Kulturen.

Huamancoto bei Tingo Maria

Unser neues Projekt. Hier wollen wir auf Basis einer Netztwerkstruktur den ökologischen Gedanken weiter ausbauen. Aber nicht nur das, denn die Kombination von sekundärem Hochwasserschutz und ökologischer Landwirtschaft stellt eine große Herausforderung auch für den Verein dar. Dadurch, daß das Projekt neben Fusevi auch von entsprechenden anderen Fachleuten aus dem Hochwasserschutz begleitet wird sind wir aber recht zuversichtlich. Huamancoto wird ein Netzwerkprojekt sein, welches hoffentlich in der Lage ist als Multiplikator für andere Gebiete zu fungieren.

Montevideo

Aufbauend auf den guten Erfahrungen aus den alten Projekten möchten wir auch hier zeigen, eine gewisse Nachhaltigkeit zu erzielen. Dies bezieht sich vor allen Dingen auf Methoden der nachhaltigen Landwirtschaft im Urwald.
Im Gespräch sind auch Maßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur etwa durch Förderung eines Stromprojektes.