Gedanken von U. Friedrich

Träumer können in die Zukunft sehen

Mit Visionen auf die Reise gehen

Mögen manche auch utopisch sein

Doch nur aus Visionen wird ein Meilenstein.

Diesen Vers fand ich in einem Lied von den Pudys. Bezüglich der Entschuldung Perus oder auch anderer Staaten der sogenannten dritten Welt wird man wohl oder übel zuerst einmal Träume entwickeln müssen.

Zu festgefahren sind die Standpunkte der Parteien. Die internationalen Finanzkreise wie z.B. der IWF haben natürlich kein Interesse daran Geld einfach so abzuschreiben. Sie leben von diesem Geschäft und folgerichtig versuchen sie auch sich diese Quelle zu erhalten.

Aber da gibt es auch noch ein anderes Argument. Streicht man die Schulden eines Staates, so wird das dazu führen, daß sich viele Staaten durch Überschuldung diesen Weg erarbeiten. Die Banker vergessen in ihrer Argumentation allerdings, daß sie es sind, die das Geld vergeben haben und somit auch die Konditionen und die Risiken abwägen konnten und können.

Streicht man die Schulden aber nicht bzw. findet die internationale Staaten Gemeinschaft keinen Weg aus dem menschenverachtenden Kreislauf, dann läuft sie Gefahr einen Terrorismus zu züchten, der unseren Terrorismus auf seine Art bekämpfen wird. Dann aber werden nicht mehr nur die Anderen entsprechende Leiden ertragen müssen. Die Frage ist nur, will man bzw. wollen wir es überhaupt soweit kommen lassen.

In dieser Zeit spricht man gerne über das Böse, was sich scheinbar am 11. September gezeigt hat. Ich erinnere aber daran, daß es da noch einen 11. September gab. Einen 11. September an dem unter sehr aktiver Mithilfe des Westens (vor allem der USA) ein Traum höchst blutig begraben wurde. Ein Traum, der es erlaubt hätte einen Weg aus der Falle zu suchen. Ich sage nicht, daß er Erfolg gehabt hätte. Es wurde nämlich verhindert diesen Traum überhaupt zu diskutieren. Wissen Sie welcher 11. September gemeint sein könnte? Erinnern Sie sich noch an den Wirtschaftskrieg den wir geführt haben, um ein ganzes Land zu ruinieren? Um es dann mit einer von uns unterstützen Militärjunta noch jahrelang zu knebeln. Sinn und Zweck? Man wollte wohl ein Zeichen setzen. Es ist eben nicht erlaubt den Terrorismus zu bekämpfen wenn er von den Guten ausgeht. Denn immerhin steht viel auf dem Spiel. Unser ganzer Wohlstand baut auf dem aktuellen Verbrechen auf und um ihn auch in Zukunft abzusichern bedarf es noch so mancher Raubzüge.

Aber träumen wir doch einmal. Nehmen wir mal an, daß wir bereit wären auch anderen Menschen eine Chance auf ein wenig Lebensqualität einzuräumen. Nehmen wir mal an, wir würde die Schulden zumindest mal auf ein Maß stutzen, daß die Belastung einer durchschnittlichen westlichen Belastung entspräche (Schulden bezogen auf das Nettosozialprodukt). Als Nettosozialprodukt bezeichnen wir einfach mal die Summe aller positiven Leistungen minus den Negativen. Negative sind z.B. Müllbeseitigung und Umweltschäden die ja beim Bruttosozialprodukt addiert werden, als wenn es sich dabei um etwas Gutes handeln würde.

Das wäre ein erster Schritt, der aber nicht unbedingt dazu führen muß, daß es dem Land und vor allen Dingen der Mehrheit seiner Bewohner dann besser gehen wird. Denn die dort installierten Eliten, werden Wege finden sich weiter zu bereichern. Und wir werden ihnen dabei helfen, so wie in den letzten Jahrhunderten auch.

Nein, es muß ein zweiter Schritt gewagt werden, der zumindest halbwegs sicherstellt, daß wirklich etwas passiert in diesen Ländern.

Ein Punkt der immer wieder diskutiert wird, ist daß man die Differenzsummen (alte Zinslast - neue Zinslast) dazu verwendet die Infrastruktur des Landes zu stärken. Hier gibt es dann zwei Alternativen:
Nachhaltigkeit sollte auch hier oberstes Gebot sein.

Aber es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten. Man muß nur bereit sein auszubrechen aus dem traditionellen Denken des Raubrittertums.