Hochwasserhilfe für Peru Geschrieben am März 23, 2017 von peru

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Die peruanische Botschaft ruft zu Spenden auf. Das ganze Land leidet unter Überschwemmungen und Erdrutschen wegen der ungewöhnlich starken und anhaltenden Regenfälle. Wir tragen diesen Aufruf gerne weiter – in der Hoffnung, daß er Gehör findet.

Liebe Mitbürger, liebe Freunde Perus,

am vergangenen 9. März hatte ich die Ehre, Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck das Beglaubigungsschreiben zu überreichen, das mich als Botschafter von Peru in der Bundesrepublik Deutschland akkreditiert. Auf diese Weise bekam die ehrenvolle Aufgabe, mit der mich der Präsident der Republik, Pedro Pablo Kuczynski, betraut hat, offiziellen Charakter.

Wir sind voller Enthusiasmus und Tatendrang in Berlin angekommen. In der Botschaft entwickeln wir derzeit in sämtlichen Arbeitsbereichen verschiedene Projekte und Aktivitäten zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Peru und Deutschland sowie zur Fortführung unserer vorrangigen Aufgabe, der Betreuung und dem Schutz unserer Mitbürger, insbesondere der stetigen Bemühungen zur Verbesserung unserer konsularischen Dienstleistungen. Deshalb schätze ich Ihre wertvolle Unterstützung, Ihre Vorschläge und Stellungnahmen sehr.

Wie allgemein bekannt ist, leidet unser Land seit einigen Wochen unter den Folgen eines ungewöhnlichen Naturphänomens – bezeichnet als „Küsten-Niño“ – infolgedessen weite Regionen des Landes durch starke und langandauernde Regenfälle betroffen wurden, die ungewöhnlich starke Überschwemmungen der Wasserläufe zur Folge haben und erhebliche Erdrutsche bzw. „Huaycos“ verursachen.

In den vergangenen Tagen hat sich diese Situation verschärft. Zahlen des Nationalen Instituts für Bevölkerungsschutz (INDECI) zufolge hat das Phänomen bis zum 18. März bereits 75 Menschenleben gefordert. Nach ersten Hochrechnungen gibt es rund 100.000 Geschädigte und mehr als 600.000 Betroffene. Der Präsident der Republik hat soeben aus dem Lagezentrum für Notfälle (COEN) darüber informiert, dass sich Peru aufgrund dieses Phänomens „in einer schwierigen, jedoch durch die aktive Teilnahme der gesamten Regierung zu bewältigenden Lage“ befindet.

Präsident Kuczynski hat zudem seinen besonderen Dank für die Solidaritätsbekundungen und die bedeutende Unterstützung zum Ausdruck gebracht, die durch verschiedenste peruanischer Bürger, unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, geleistet wurde und weiterhin geleistet wird. Ebenso für das, was auf partnerschaftliche Weise von ausländischen Regierungen und Bürgern beigetragen wurde, die sich somit der nationalen Kampagne #UnaSolaFuerza angeschlossen haben, um der derzeitigen Notlage entgegenzutreten.

Als Reaktion auf die zahlreichen entgegengenommenen Nachrichten und Solidaritätsbekundungen hat die peruanische Regierung über seine Organe des Auswärtigen Dienstes in allen Ländern, in denen sich peruanische Botschaften oder Konsulate befinden, Bankkonten eingerichtet, um die Spenden der peruanischen Mitbürger und der Freunde Perus in Empfang zu nehmen, welche Teil der großen Anstrengungen zur Bewältigung dieser Situation sind. Der erzielte Spendenbetrag wird an das Nationale Institut für Bevölkerungsschutz (INDECI) überwiesen.

Für Spenden in Deutschland gilt folgende Bankverbindung:

Begünstigter: “Botschaft von Peru – Ayuda a Damnificados 2017″

IBAN: DE96 1007 0000 0067 6692 03 BIC: DEUTDEBBXXX Kreditinstitut: Deutsche Bank AG

Im Namen der peruanischen Regierung, der Generalkonsuln, der Mitarbeiter der Botschaft und der Generalkonsulate von Peru in Deutschland sowie in meinem eigenen Namen danke ich Ihnen aufrichtig für die zahlreichen und großzügigen Solidaritätsbekundungen und Zuwendungen, die wir fortwährend erhalten.

Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre werten Angehörigen sende ich Ihnen

herzliche Grüße

Elmer Schialer Botschafter von Peru in Deutschland

2 Comments

  • peru 24. März 2017 at 8:22

    Gibt es da eine Spendenquittung?

    Antworten

    • peru 26. März 2017 at 12:45

      Leider stellen die Botschaft bzw. die Konsulate keine Quittung aus, da sie hier in Deutschland nicht als gemeinnützig registriert sind. Ein Spender müßte also dem Finanzamt gegenüber selbst entsprechende Belege für die Überweisung vorlegen. Das Geld geht an die INDECI (Instituto Nacional de Defensa Civil). Weltweit hat der peruanische Staat Konten eingerichtet, auf die man spenden kann.

      Wer die Umstände scheut, kann auch andere Wege suchen. Es gibt Sammlungen über Misereor, Caritas, Adveniat und vermutlich noch etliche weitere. Auch im aktuellen Rundbrief, der das Jahr 2016 Revue passieren läßt, gibt es solche Hinweise, ziemlich am Ende des Textes.

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