Amnestiegesetz in Peru für nichtig erklärt
Entscheid des höchsten Militärgerichtes
Lima, 17. Okt. (ap) Das höchste peruanische Militärgericht hat ein Amnestiegesetz des früheren Präsidenten Alberto Fujimori für nichtig erklärt. Damit ist der Weg frei für einen Prozess gegen ehemalige Mitglieder einer paramilitärischen Todesschwadron, denen die Ermordung politischer Gegner in den neunziger Jahren zur Last gelegt wird. Das Gericht in Lima begründete seine Entscheidung mit einem Beschluss des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 3. September.
Fujimori hatte 1995 die Verabschiedung des Amnestiegesetzes erzwungen und damit den Mitgliedern der Todesschwadron La Colina die Straffreiheit garantiert. Die Organisation wurde für schuldig befunden, neun Studenten und einen Professor entführt und umgebracht zu haben. Ausserdem wird sie beschuldigt, 1991 eine Grillparty in Lima überfallen und 15 Personen erschossen zu haben.
18. Oktober 2001, 02:01